unsere Handballerinnen verspielen Führung, aber trotzdem Freude

Mittwoch, 4th März, 2020
2020-02-29 LL-Frauen Lucy

Am Ende wussten die Handballerinnen des SV Petkus Wutha-Farnroda nicht so richtig, ob sie sich freuen oder ärgern sollten. Trotz kleiner Besetzung (zwei Torhüterinnen plus sieben Feldspielerinnen) knöpften die Frauen dem Landesliga-Tabellendritten Nordhäuser SV einen Zähler ab, doch angesichts des kuriosen Spielverlaufs war das 35:35 ein Punktverlust. Zehn Minuten vor Ende führten die Gastgeberinnen mit sieben Toren, ehe das Drama seinen Lauf nahm.

Die Gastgeberinnen wollten sich vor allem besser verkaufen als bei der deutlichen 24:32-Hinspielniederlage. Die Startphase gehörte dann auch klar den Donoslo-Schützlingen, die nach zehn Minuten 9:4 führten. In den letzten Minuten der ersten Hälfte kam das NSV-Team langsam auf Betriebstemperatur und drehte die Partie zum 15:17-Pausenstand.

Wer gedacht hatte, daran würden die breiter aufgestellten und jüngeren Gäste in Hälfte zwei anknüpfen, hatte die Rechnung ohne Petkus gemacht. Die Abwehr fing einige Bälle ab und vorn war es wieder einmal Franziska Cziha, die sich von der gegnerischen Deckung nicht stoppen ließ. Insgesamt brachte sie es auf 14 Tore. Gute Noten verdiente sich auch Lucy Reukauf. Das „Petkus-Küken“ verwandelte seine Chancen von Rechtsaußen sicher. So zum 34:27 in der 50. Minute. Zehn Minuten vor Ultimo schien die Vorentscheidung gefallen. Drei Treffer in Folge durch Claudia Dudek, Diana Bückert und Luise Weber zum 30:34 (54.) veranlassten Janine Donoslo zu einer Auszeit. Ihre Worte verhallten. Bei Petkus ging fast nichts mehr – auch vom Siebenmeterpunkt war es nun wie verhext. Bis dahin hatten Cziha und Silke Baier alle gegen den NSV verhängten sechs Siebenmeter sicher verwandelt. Der siebente ging nebens Tor und der wenig später folgende achte wurde pariert. Durch Cziha konnte sich Wutha-Farnroda noch einmal beim 35:33 etwas Luft verschaffen. Clara Fiedler hielt die Nordhäuser Hoffnungen mit dem 34:25 am Glimmen. 40 Sekunden vor Ende gab es erneut Strafwurf. Stephanie Gemeinhardt hatte den Sieg in der Hand, doch auch sie zeigte Nerven und im schnellen Konter schaffte Nordhausen den 35:35-Endstand.

Natürlich waren die Gastgeberinnen im ersten Augenblick eher enttäuscht, doch einige Minuten später konnten die Spielerinnen beim obligatorischen Team-Selfie in der Kabine schon wieder lachen.

Aufstellung: Sina Hennig, Saskia Marx; Franziska Cziha 14/4, Lucy Reukauf 6, Stephanie Gemeinhardt 4, Nicole Jegminat, Mona-Elena Schinkel 4, Kathleen Stegmann 3, Silke Baier 4/2

Text und Fotos: Mike ElAntaki

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