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Jugend  |  

es war nicht alles sexy

Weiter ging es im Saisonverlauf mit einem Heimturnier, dem Einzigen der Qualifikationsphase, und darauf haben wir uns alle gefreut. Es hatte so ein bisschen was von Derbycharakter, da Eisenach mit zwei Vertretungen anwesend war. Die zweite Mannschaft vom HBV Jena komplettierte das Teilnehmerfeld. Wir wollten einen weiteren Schritt Richtung Finalrunde gehen und die nötigen Punkte gegen einen direkten Konkurrenten aus Eisenach einfahren, um gelöster die nächsten Aufgaben angehen zu können.

Die Spitze ist etwas zusammengerückt und dass wir (noch) auf Augenhöhe mit den Eisenacher agieren können, haben die letzten Vergleiche gezeigt. Am Vortag gab es schon teilweise überraschende Ergebnisse bei anderen Begegnungen, die die Spitzengruppe breiter erscheinen lässt. Was man hat, hat man und leidige Rechnereien bis zum letzten Spieltag wollen wir uns alle gerne ersparen.

Zum Auftakt ging es darum gut ins Turnier zu starten. Eine Eisenacher Vertretung startete außer Konkurrenz. Das macht Sinn, wenn man möglichst vielen Spielern viel Einsatzmöglichkeiten geben will, ohne Festspielregularien beachten zu müssen. Außerdem geht man einer Kooperation mit dem HSV Suhl nach und lässt Spieler auf beiden Seiten agieren. Auf Sicht sicherlich ein lohnendes Szenario. Trotzdem stellt man sich da nach wie vor die Frage, warum man für solche Optionen nicht kürzere Wege wählt!? Dieses Spiel stand als erstes auf dem Plan.

Wir traten in Summen in „voller Kapelle“ an und wollten auch von unserer Seite möglichst allen Kindern die Chance geben, sich zu zeigen. Ohne das Ergebnis außer acht zu lassen, rotierten wir kräftig durch und fuhren einen ungefährdeten ersten Sieg ein. Dass bei dieser Konstellation nicht alles schnörkellos verlief, war zu erwarten, trotzdem konnte sich jeder einbringen und hat seine Sache sehr ordentlich gemacht!

Nach einem Spiel Pause ging es dann ums „Eingemachte“. Derby auf dem Feld und auch den Rängen. Unseren Jungs war die Anspannung anzumerken. Um es vorweg zu nehmen – es war ein ansprechendes Spiel von beiden Seiten für diese Altersklasse. Es wurde sich nichts geschenkt. Aber bemerkenswert - auf dem Feld lief alles fair und sportlich. Auch ein Verdienst der Spielleitung.

Das wir im Abwehrbereich zunehmend unsere Probleme mit körperlich spielenden Gegnern haben, haben wir erkannt. Wir waren zu zurückhaltend, teilweise zu brav und zu gering waren die Anstrengungen beim Toreverhindern. Zu isoliert und nicht im Verbund verteidigend ist es schwer gegen Mannschaften, die einige Kilos mehr auf die Waage bringen, weil sie in dieser Entwicklung ein Stück weiter sind. Und so mühten wir uns redlich, hatten aber immer wieder das Nachsehen und die ThSV- Jungs konnten oft (zu) einfache Tore erzielen. Ganz anders auf der anderen Seite – unser Aufwand war wesentlich höher und die Hauptlast auf zu wenig Schultern verteilt. Ein bisschen Tempo fehlte und der Bogen, den man lief, war etwas größer als sonst, um den Abwehrarmen zu entgehen. Trotzdem gelang es uns auf Augenhöhe zu bleiben, gefühlt zwar immer etwas im Hintertreffen, aber doch mit Chancen des Sieges vor Augen. Dass das mit Abpfiff nicht gelang und wir mit einem Tor den Kürzeren zogen, lag letzten Endes auch an der eigenen Fehlerquote. Einige Würfe fanden nicht das Ziel und der ein oder andere technische Fehler schlich sich ein, der ein besseres Ergebnis verhinderte. Freud und Leid lagen dicht beieinander. Es zeigt uns, dass wir trotz derzeit stark eingeschränkten Trainingszeiten weiterhin ebenbürtig sein können.

Das motiviert uns um so mehr, es künftig besser zu machen. Chancen dafür gibt es reichlich. Die Spannung wird somit hochgehalten und es deutet sich an, dass es den letzten Spieltag braucht, um tabellarisch auf der sicheren Seite zu sein.

Schluss war damit für diesen Tag dann aber noch nicht. Im Spiel gegen die zweite Vertretung aus Jena galt es die Spielfreude wiederzufinden, den Frust abzuschütteln und etwas lockerer und vor allem mit einem Erfolgserlebnis das Turnier zu beenden. Jena II im bisherigen Saisonverlauf nur ein Spiel gewinnend, war zwar kein Gradmesser, so gab es nochmals die Möglichkeit Einsatzzeit für alle zu generieren und persönliche Erfolgserlebnisse zu feiern. Hier konnten sich dann alle in die Torschützenliste einreihen und der Tag fand ein versöhnliches Ende.

Spielergebnisse:

SV Petkus Wutha-Farnroda – ThSV Eisenach (a.K.) 16:10

ThSV Eisenach II – HBV Jena 90 II 24:  8

SV Petkus Wutha-Farnroda – ThSV Eisenach II 15:16

ThSV Eisenach (a.K.) – HBV Jena 90 II 20:12

HBV Jena 90 II – SV  Petkus Wutha-Farnroda 5:25

ThSV Eisenach (a.K.) – ThSV Eisenach II 12:20

SV Petkus Wutha-Frarnroda spielte mit: Luis Müller, Jannis Lehmann, Max Lehmann; Emilian Bleicher 8, Jannis Lehmann 5, Michel Schülken 13, Leander Pahnke 5, Lukas Ruppelt 5, Colin Haase 4, Eliah Eitzerodt 3, Emil Wenig 3, Ben Seckelmann 4, Tomke Krah 1, Cedric Riedel 1, Konrad Hasenstein 3, Louis Bachmann 1

Autor: Karsten Lehmann

Fotos: Ronald Seckelmann

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