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Jugend  |  

kann man mal so machen

Und weiter ging es im finalen März. Im Spiel Nummer zwei der Endrunde waren die Wölfe aus Erfurt der Gegner. Sie sind als Sechstplatzierter am letzten Spieltag noch auf den Zug aufgesprungen und waren Profiteur einer kurzfristigen Regeländerung  des Verbandes, der die Teilnehmeranzahl aufgewertet hat.

Da unsere Heimstätte anderweitig besetzt war, mussten wir, zum zweiten Mal nach dem 18.11.2023 nach Ruhla ausweichen, die zu unserer Freude erneut einer „Fremdnutzung“ durch unseren Verein zugestimmt hat. Und so kam nach langer Zeit auch mal wieder ein Hauch Handballsport in die traditionsreiche Spielstätte, feierte doch hier die TSG in zahlreichen Handballduellen große Erfolge. Im Jahr 2020 war dann Schluss, der Spielbetrieb wurde abgemeldet. Und seit dem gibt es Handball hier wesentlich nur noch in den Geschichtsbüchern. Leider haben wir derzeit nicht öfter die Gelegenheit, hier freie Kapazitäten für unseren Verein zu nutzen, kommen doch zahlreiche Aktive aus dem beschaulichen Bergdorf. Aber vielleicht ändert sich dieses „Verweigern“ irgendwann. Im Sinne der Kinder wäre es zu wünschen.

Spielt man zu Hause in fremder Halle, muss man sich erst einmal orientieren. Von üblichen Abläufen kann keine Rede sein. Aber da wir uns wie immer auf unsere Helfer aus dem Mannschaftsumfeld verlassen können, war auch das ein Kinderspiel. Türen aufgeschlossen, Tore aufgebaut, Verkauf eingerichtet, Wlan installiert und Kabinen gefunden. So waren da schnell alle glücklich.

Bei unseren Jungs brauchte es zum Glück von Anfang an keine besondere Orientierung, wir hatten zügig eine gute Übersicht, die üblichen Abläufe parat und münzten unsere Vorhaben souverän in Zählbares um. Nahtlos knüpften wir an die Vorstellung der Vorwoche an, die ähnliche Voraussetzungen bot. Physisch starker Gegner mit wenig taktischer Raffinesse, auf seine körperlich Präsenz bauend, trifft auf schnelle Beine mit einstudierten Kalkül. Unsere Marschrute war erfolgsversprechender, wie man schnell erkennen konnte. Schon zur Halbzeit war eine Vorentscheidung gefallen. Tore fielen von allen Positionen, was unser Spiel unausrechenbarer machte und zeigte, dass der Blick nicht nur in eine Richtung ging, da der freie Mitspieler gesucht wurde. Das macht es allen einfacher, weil sich der Gegner nicht nur auf Einzelspieler fokussieren kann und wir die Breite des Spielfeldes nutzen können. Und es sieht natürlich schöner aus, wenn sich jeder erfolgreich ins Spiel einbindet. Beim 18:6 wurden die Seiten gewechselt. Da es uns diesmal gelang auch im 2. Abschnitt die Spannung hoch zu halten, Stand am Ende ein 34:16 zu buche, was in der Höhe nicht zu erwarten war. In der Vorrunde taten wir uns auch hier lange schwer und bogen erst Mitte des 2. Abschnitts auf die Siegerstraße ein.

Auch die Spielleitung war wieder hervorragend und unauffällig angenehm.

Beide bisherigen Finalspiele zeigen uns, dass wir eine sehr gute Entwicklung genommen haben und es stetig voran geht. Gerade die spielerischen Elemente mit verbesserten Entscheidungsverhalten helfen klare Chancen zu kreieren. Auch bei der Chancenverwertung sind wir einen Schritt weiter.

So gehen wir in der nächsten Woche in das einfachste Spiel der Saison. Der Klassenprimus kommt. Der HBC Jena 90 ist in dieser Saison noch ungeschlagen, mit teils deutlichen Siegen. Bisher konnte ihnen keiner das Wasser reichen, was nicht heißt, dass wir schon aufgegeben haben. Wir werden selbstbewusst die Stirn bieten. Selbstvertrauen haben wir getankt. Als Herausforderer werden wir sehen, wie lange wir das Ergebnis offen halten können. Nicht selten hat in der Sportwelt auch ein Dorfverein überrascht. Wir glauben daran.             

SV Petkus Wutha-Frarnroda spielte mit: Luis Müller; Emilian Bleicher 7/3, Jannis Lehmann 4, Michel Schülken 9, Leander Pahnke 2, Lukas Ruppelt 4, Colin Haase 4, Eliah Eitzeroth 2, Ben Seckelmann, Emil Wenig 2, Konrad Hasenstein, Tomke Krah, Cedric Riedel, Max Lehmann

Autor: Karsten Lehmann

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