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SVP lässt Matchball liegen – Entscheidung um den Staffelsieg fällt am letzten Spieltag

Die Ausgangslage war klar – und sie war zum Greifen nah: Nach der Niederlage der HSG Saalfeld III in Behringen hätte unser SVP bereits mit einem Sieg beim HSC Erfurt II vorzeitig den Staffelsieg perfekt machen können. Mit einem vollbesetzten Fanbus von Reise Möller, lautstarker Unterstützung von den Rängen und großer Vorfreude im Gepäck war alles angerichtet. Doch am Ende musste sich der SVP nach einem zerfahrenen und durchaus enttäuschenden Spiel mit 24:26 geschlagen geben.

Der Start gelang: Durch Jakob Freier gingen wir in Führung und legten kurz darauf das 2:1 (4:42) nach. Über 4:4 (11:18, Aßmann per 7m) und 6:6 (16:15, Stier) blieb die Partie zunächst ausgeglichen.
Doch schon in dieser Phase wurde deutlich, dass es kein einfaches Spiel werden würde. Viele Unterbrechungen, Diskussionen und eine insgesamt unruhige Spielleitung (erneut war nur ein Schiedsrichter im Einsatz) ließen kaum Spielfluss entstehen. Einige durchaus fragwürdige Entscheidungen auf beiden Seiten machten es zusätzlich schwer, ins eigene Spiel zu finden. Erfurt nutzte diese Phase besser und setzte sich bis zur 19. Minute auf 9:6 ab. Zwar verkürzte Leon Stier noch einmal auf 9:8 (23:45), doch die nötige Konsequenz im Abschluss fehlte zu oft. Im gesamten Spiel vergaben wir 10!!! perfekt herausgespielte Chancen. Die entscheidende Phase folgte rund um die Halbzeit: Aus einem 10:8 für Erfurt (26:19) entwickelte sich binnen weniger Minuten ein deutlicher Rückstand. Beim 16:8 in der 35. Minute lag unser SVP plötzlich mit acht Toren hinten.

Neben der eigenen Abschlussschwäche sorgten auch immer wieder Unterbrechungen für zusätzlichen Unmut. Ein besonders strittiger Moment: Die 2-Minuten-Strafe gegen Christian Reich in der 49. Minute, der angeblich in Richtung Kampfgericht gespuckt haben soll – eine Szene, die für viele Beteiligte nur schwer nachzuvollziehen war und die aufgeheizte Stimmung weiter verstärkte.
Was folgte, war kein Aufgeben – sondern ein echter Fight. Angeführt von einem treffsicheren Andreas Ostertag, Michael Aßmann und Jonas Henke kämpfte sich der SVP zurück. Von 23:14 (45. Minute) verkürzten unsere Jungs bis auf 23:19 (49:27, Garthoff) – und plötzlich war wieder Leben im Spiel.

In dieser Phase zeigte sich auch, was diesen SVP ausmacht: Charakter, Wille – und eine unglaubliche Unterstützung von den Rängen. Unsere Fans standen von der ersten bis zur letzten Minute hinter der Mannschaft, machten die Auswärtshalle zu einem gefühlten Heimspiel und honorierten den Kampfgeist bis zum Schluss. Auch nach Abpfiff war eines deutlich zu spüren: Stolz. Stolz auf diese Mannschaft, die sich trotz aller Widrigkeiten nie aufgegeben hat. Am Ende reicht es nicht mehr ganz. Bis in die Schlussminuten blieb der SVP dran – beim 26:22 (57:06) war man wieder in Schlagdistanz. Doch die Hypothek aus der schwachen Phase zuvor wog zu schwer. Der letzte Treffer zum 26:24-Endstand (59:41, Aßmann per 7m) war letztlich nur noch Ergebniskosmetik.

Es spielten für unseren SVP II: Mario Schmidt, Julian Danz; Pascal Hartmann 1, Christian Reich 1, Leon Maximilian Stier 4, David Walter, Arne Fleßing , Jakob Freier 3, Moritz Gröber, Jonas Henke 2, Florian Garthoff 1, Hannes-Rasmus Paschek , Michael Aßmann 6/5, Andreas Ostertag 6

Nun haben wir es am 25.04. 13:30 Uhr in Behringen selbst in der Hand! Die Marschroute ist eindeutig: Ein Sieg – und der SVP krönt sich zum Staffelsieger! Nach dieser Niederlage ist eines sicher: Die Mannschaft wird mit voller Stärke zurückkommen. Mit dem Rückenwind einer überragenden Saison, einer perfekten Heimbilanz – und Fans, auf die man sich zu 100 Prozent verlassen kann. Jetzt heißt es: Alles oder (fast) nichts in Behringen!

Autor: Michael Aßmann

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