wie ein gerader Nagel

Mit einer Woche Verzögerung sind wir nun ebenfalls in die Finalrunde der mJD gestartet, da die Erstrundenheimpartie gegen Nordhausen von Seiten der Gäste vor einer Woche verlegt werden musste. Im Vorfeld hatten wir uns etwas Schöneres vorgestellt, als in Waltershausen die Spiele der Endrunde zu beginnen, denn gegen Hörselgau ist es aus verschiedensten Gründen nie einfach zu bestehen. Das Qualifikationsspiel ging knapp mit einem Tor verloren. Den Umstand wollten wir ausblenden, uns noch mehr auf unsere Stärken konzentrieren, denn spielerisch sind die Unterschiede augenscheinlich. Auch die Gastgeber haben gute Jungs dabei, aber in der Breite des Kaders sind wir besser aufgestellt. Ganz nebenbei aber angenehm – die kurze Anreise. Somit war die Unterstützung wieder zahlreich, hilfreich, überzeugend und laut!
Die Vorbereitung war nicht wirklich optimal, da vier unserer Spieler eine Woche im schulisch organisierten Skilager verbrachten. Damit die Jungs wenigstens noch einmal vorher den Ball in die Hand nehmen konnten und wir uns inhaltlich ein wenig vorbereiten wollten, gab es am Samstag noch eine kleine Extraeinheit. Die vorwöchige Spielbeobachtung zwischen Eisenach und des Gastgebers hat noch ein paar Erkenntnisse gebracht - das sollte helfen, um nochmals den Fokus auf ein paar kleine Details zu richten.
Und ja, es war hilfreich und ja, jeder wusste, dass es jetzt richtig losgeht. Konzentriert und fokussiert gelang der Auftakt nahezu perfekt! Die Gastgeber sahen sich gezwungen bereits nach 6:25 Minuten ihre erste Auszeit zu nehmen, um uns unseren Spielfluss zu nehmen und um Anpassungen vorzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt führten wir 1:6. Griffig in der Abwehr, zielstrebig im Vorwärtsgang und überlegt im geführten Spiel – es gelang auch im weiter Verlauf vieles, was wir uns vorgenommen hatten. Unnachgiebig „trieben wir den Nagel weiter gerade ins Holz“. Die Fehlerquote war überschaubar und beim Abschluss war so ziemlich alles zählbar. Es waren wirklich schöne Sachen dabei. Bereits zur Halbzeit war eine kleine Vorentscheidung gefallen, beim Stand von 8:17 wechselten wir die Seiten.
War in der Vorrunde zu diesem Zeitpunkt schon fast Schluss, so standen nunmehr weitere 20 Minuten auf dem Programm. Und auch die Zeit verging kurzweilig. Nach 36 Minuten war beim Stand von 16:29 der höchste Vorsprung herausgespielt. Exzellent die Spielführung, ansehnlich die Fortführung und überlegt die Abschlüsse. Durch die Pause war kein Abbruch an unserer Spielfreude zu erkennen, die gelungenen Aktionen setzten sich fort. 19:30 am Ende und der Auftakt war geglückt. Es war eines der besten Spiele die wir von dieser Mannschaft gesehen haben. So kann es gerne weitergehen.
Habe ich in der Vergangenheit gerne mal die Spielleitung in dieser Halle kritisiert, so muss ich diese dieses Mal ausdrücklich loben. Das war angenehm unauffällig und objektiv! Jede Entscheidung hatte seine Berechtigung. Das ruhige und sachliche Auftreten passte ins wertschätzende Miteinander im Sinne aller Kinder und Anwesenden. In der nächsten Woche geht es gleich weiter. Der Gegner kommt aus Erfurt. Geschenke werden sicherlich keine verteilt. Mit einem weiteren Sieg könnte ein Platz auf dem Treppchen schon greifbar sein. Dafür müssen wir diese Woche aber wieder Gas geben und uns gut vorbereiten.
SV Petkus Wutha-Frarnroda spielte mit: Luis Müller; Emilian Bleicher 7/1, Jannis Lehmann 8, Michel Schülken 4, Leander Pahnke 1, Lukas Ruppelt 2, Colin Haase 2, Eliah Eitzeroth 6, Ben Seckelmann, Emil Wenig, Konrad Hasenstein, Tomke Krah, Cedric Riedel